2010-12-28 Titel und Inhalt

Presseveröffentlichungen zum Titel des RuethenFestSpiel 2011

Licca Line
Eine lange Fahrt ins sagenhafte Damasia

Ein Festspiel zum Ruethenfest 2011

Aufführung:
16. Juli 2011, 21:00 und 17. Juli 2011, 21:00

Ersatztermin:
22. Juli 2011, 21:00 Uhr

Spielort:

Hauptplatz in Landsberg am Lech

Leitung und Produktion: Die Stelzer – Theater auf Stelzen
Idee und Konzeption: Wolfgang Hauck, Peter Pruchniewitz
Regie: Peter Pruchniewitz
Produktionsleitung: Wolfgang Hauck

Mitwirkende
40 Jugendliche zwischen 10 bis 17 Jahren, professionelle Schauspieler, Musiker und Chor unter Leitung der Musikschule Landsberg

Das Stück und seine Handlung beinhaltet mythisches und sagenhaftes aus dem Lechrain und Ammerseegebiet. Die Sagenwelt der Hoiemännle, der Thrunden, der furigen Mand oder dem Erdspiegel. Ebenso spielen geschichtlich Personen und deren Leistungen, Eigenheiten, Aussagen und Nachlaß eine wichtige Rolle.

Das Projekt

Das Theater «Die Stelzer» entwickelt und produziert im Auftrag und Kooperation mit dem Ruethenfestverein e.V. ein «RuethenFestSpiel für” das Jahr 2011. Darin werden ca. 70 Mitwirkende, vor allem Jugendliche als Akteure auf Stelzen, Chor, Musiker, Statisten und in anderen Funktionen eingebunden sein. Mehr als 70 Jugendlichen wurden über zwei Jahre diese Darstellungstechnik vermittelt. 40 davon möchten nun in diesem Festspiel mitwirken. Sie werden weiter ausgebildet, um zusammen mit professionellen Schauspielern das Schauspielensemble des «RuethenFestSpiels» zu bilden.

Das «RuethenFestSpiel» soll regelmäßig, danach alle 4 Jahre das traditionelle Ruethenfest mit einer «theatralischen Inbesitznahme der Stadt durch Kinder und Jugendliche» als kulturellen Höhepunkt ergänzen. Bei der der Entwicklung des Stücks werden regionalen und geschichtlichen Bezügen verdichtet. Durch dieses Modelprojekt soll eine zeitgemäße Entwicklung des Heimatbegriffs und eine lebendige Identifikation geschaffen werden. Die Vergegenwärtigung der beseelten, mythischen Sagenwelt des Lechrains und Ammerseegebiets und historischen Wirklichkeit bildet dabei die zwei Pole, zwischen den die jugendlichen Reise und Bewährungen im Erwachsenwerden stattfinden. Die lange Fahrt ist dabei mehr als nur eine “lange” Fahrt. Das drücken die zwei Wörter des Titels aus: “Licca”, der alte keltische Name des Lechs und “line”, das englische Wort mit großem Bedeutungs-umfang von Linie, Lebenslinie, Grundsatz, Internetverbindung oder Schnur, als Synonym der alltäglichen Gegenwart der globalen und vernetzten Welt.

Finanzierung
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Kulturfonds Bayern
Stadt Landsberg am Lech
Ruethenfestverein
Bezirk Oberbayern
Spenden für das Ruethenfest
Sachspenden
Eigenleistungen von: Theater “Die Stelzer”, “Ruethenfestverein”, Eltern der Jugendlichen, Berufsfachschule Landsberg Abt. Schreiner und Metallbau

Wolfgang Hauck – Produktionsleitung, Konzeption

Theaterleiter, Photodesigner, Graphiker, Musiker und Performance-Künstler, geboren in Geisenfeld (Holledau), seit 1982 Entwicklung elektronischer Klanginstrumente, Performance und Initiator von Kulturinitiativen, seit 1991 Mitglied im “Lechwehrtheater”, später «die Stelzer», seit 1999 in der Leitung des Theaters “Die Stelzer “, seit 2007 Vorsitzender “Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V.”; seit 1993 Beratungs- und Lehrtätigkeiten.

Peter Pruchniewitz – Regie, Konzeption

Schauspieler, Regisseur, geboren in Zürich. Schauspielausbildung von 1979-1982 an der Schauspielakademie Zürich, zahlreiche Engagements in Deutschland und der Schweiz. Ab 1993 Schauspieler im «Freien Theater München», seit 1994 Mitglied und in der Leitung des Theaters «Die Stelzer». Ab 2000 Solist als Sprecher in der Volksoper Wien, Städtische Bühnen Frankfurt. 2003-2006 am Stadttheater Landshut. Daneben Mitwirkungen in Fernsehproduktionen und als Sprecher im Hörfunk.

Die Stelzer – Produktion
Das einzigartige Ensemble besteht aus mehr als zwanzig Schauspielern, die auf der kleinsten Bühne, der Stelze, mit akrobatischen Fähigkeiten Theater inszenieren.

Der Anstoß zu dieser Darstellungstechnik ergab sich aus dem Mitwirken der Schauspieler in Produktionen des «Freien Theaters München». 1970 gegründet, war das «FTM» von George Froscher und Kurt Bildstein eine der bekanntesten, freien Theatergruppen. Stelzentheater gehörte anfangs zum festen Repertoire dieser «Theaterpiraten».

1983 begann die erste Formierung der Schauspielertruppe im Landsberg am Lech mit dem “Lechwehrtheater”.

1983 hat sich ein erstes, eigenständiges Theaterensemble aus den Schauspielern Wolfgang Tietze und Rheinhold Behling mit dem Namen «Lechwehrtheater» formiert. Nach Umgestaltungen agierte die Gruppe ab 1994 unter der Leitung von Wolfgang Tietze, Wolfgang Hauck und Peter Pruchniewitz unter dem Namen «Die Stelzer». 1999 erfolgte die Umfirmierung in eine Gesellschaft Bürgerlichen Rechtes unter der Vertretung von Wolfgang Hauck und Peter Pruchniewitz.

Unter der Leitung von Wolfgang Hauck und Peter Pruchniewitz entwickelte die Gruppe ab 1999 das Genre „Theater auf Stelzen »zu einer eigenständigen und professionellen Theaterform weiter. Neben den Engagements im In- und Ausland (Innsbrucker Festwochen, Theatertage in Recklinghausen, Internationales Festival Bergen/Norwegen, Salzburger Festspiele) und Kooperationen (Bayerische Staatsoper «Das schlaue Füchslein», Residenz-theater «Romeo und Julia») erweitert das Ensemble mit seinen Theaterexperimenten das Kulturangebot durch mobile Freilichtinszenierungen.

Insbesondere die Tourneeproduktion “Discorsi” 2006 und ihre Schauspielfassung «Rheingold – die Götter lachen laut!» (2008, 2010) loteten aus, was mit «Theater auf Stelzen» möglich ist. Als Eröffnungsveranstaltung bei den Bayerischen Theatertagen oder im Rahmen der Eröffnung der Salzburger Festspiele standen gleichwertig auf dem Programm, wie auf die mehr 40 Vorstellungen in Bayerischen Städten.

Das Genre «Theater auf Stelzen»
Das Ensemble verzichtet bewußt auf eine Bühne. Die Schauspieler verlassen den geschlossenen Bühnenraum und spielen statt dessen inmitten des Publikums. Um dort sichtbar zu sein, agieren sie auf Stelzen bis zu einer Höhe von 1,60 Meter und stellen dabei neben ihrem schauspielerischen Talent perfekte Körperbeherrschung unter Beweis.

Die Spielorte, seien es Marktplätze, Straßen oder andere öffentliche Plätze, offenbaren durch diese Form des Theaters neue Zusammenhänge. Sie verlieren den Charakter ihrer alltäglichen Zweckbestimmung und verwandeln sich in theatralische Räume. Das Publikum wird selbst zum Teil der Darbietung.

Dateianlage:
 

 20101228 PR-Info Licca Line.doc
20101228 PR-Info Licca Line.pdf