Licca Line – Programm-Flyer

Programm-Flyer zur Vorstellung

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Herzlich willkommen
zu diesem ungewöhnlichen Theaterabend!

Über die «Lange Fahrt», die Floßrutsche, die die Flößer einst befuhren, geraten sieben Landsberger Jugendliche in das sagenhafte Damasia. Dieser Ort, so wird in alten Schriften berichtet, ist vor langer Zeit durch eine große Überschwemmung untergegangen. Aber wo liegt Damasia? Am Lech? Am Ammersee? Oder ist Damasia überall und wir sehen es nicht? Auf ihrer Reise zurück in ihre Heimatstadt begegnen die Jugendlichen den Hojemännle, den Truden, dem Mann ohne Kopf sowie ganz unterschiedlichen Freunden und Feinden. Sie müssen Abenteuer und Prüfungen bestehen, um ihren Weg zu finden und schließlich ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.

Rund 70 Jugendliche der städtischen Sing- und Musikschule begleiten die Vorstellung als Musiker. Im Mittelpunkt unseres Festpiels stehen 41 Landsberger Jugendliche im Alter von neun bis 18 Jahren. Sie spielen auf 60 bis 160 cm hohen Stelzen. Manche haben Sprechrollen, andere agieren mit sperrigen Kostümen und andere stellen sich der Herausforderung, mit einer Gruppe von 20 Stelzern ein Ballett aufzuführen.

Die Reise begann im Herbst 2009 mit regelmäßigen Trainings, in denen interessierte Kinder und Jugendliche das Stelzenlaufen erlernen konnten. Seit Frühjahr 2011 proben und entwickeln wir das Theaterstück. Wir, das Theaterensemble «Die Stelzer» , haben unsere Erfahrungen und Erlebnisse aus mehr als zwei Jahrzehnten Theater weitergegeben. Für alle Beteiligten eine «lange Fahrt».

Unser Freilichttheater ist auch wie eine Floßfahrt – dem Wind und dem Wetter ausgesetzt. Der Hauptplatz vom Schmalzturm bis zur Salzgasse ist unsere Spielfäche. Der Reiseweg mit rund hundertfünzig Meter Entfernung ist klein und doch wieder ganz groß. Sie werden manche Szenen ganz nah, andere nur aus der Ferne sehen. Aber Sie werden alles hören können. Musik und Text werden verstärkt. Das sind die besonderen Gegebenheiten bei diesem Stationentheater. Jeder wird diese Reise anders erleben, jeder ein anderes Damasia entdecken können.

Die Idee zu einem solchen Festspiel kam vom Vorstand des Ruethenfestvereins. Wir haben uns in die Welt der Sagen und Legenden des Lechrains begeben und wollten eine Geschichte von «hier» erzählen. Mit unseren lokalen Helden und Gestalten, geprägt von den Geschichten des Lechrains und Landsbergs. Das haben wir in der versunkenen und imaginären Welt «Damasiens» gefunden.

Der keltische Name für den Lech, «Licca», und das vieldeutige Wort «Line» für Linie, Strick, Seil, Weg, markieren den zeitlichen Bogen. Dazu hat uns auch der Titel «Walk the Line» von Johnny Cash inspiriert. Der Songtitel ist übrigens in Landsberg entstanden, aber das ist eine andere Geschichte.

Es gibt viel zu entdecken in und um Landsberg. Personen, Ereignisse und Leistungen, die mit der Stadt Landsberg und dem Lechrain verknüpft sind führen in alle Höhen wie Tiefen.

Rund 170 Mitwirkende auf und hinter der Spielfäche sind bei den Vorstellungen im Einsatz. Viele Eltern der Jugendlichen, ehrenamtliche Helfer, die Ortsgruppe Landsberg des THW, die städtische Sing- und Musikschule, alle haben einen wichtigen Anteil am Gelingen dieses Abends.

Eine Aufführung in dieser Größe und mit den besonderen Umständen, einen Hauptplatz zu bespielen, ist ein Experiment. Für uns «Stelzer» ist es bereits vor der Vorstellung gelungen: Die Fahrt in Gang zu bringen, unterwegs zu sein. Ob und wie wir ankommen liegt nicht mehr allein in unserer Hand.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Fahrt. Wenn alles gut geht, kommen wir gegen 22:45 Uhr wieder in Landsberg an.

Mit herzlichen Grüßen!

Wolfgang Hauck – Peter Pruchniewitz
Die Stelzer

Dateianlage:
 

2011_Licca_Line_Programmflyer.pdf
2011_Licca_Line_Programmflyer_DRUCK.pdf